NIG

Norderstedter Interessengemeinschaft für Fluglärmschutz e. V.

 

Norderstedt ist die fünftgrößte Stadt in Schleswig-Holstein. Sie liegt im Süden dieses Landes und grenzt unmittelbar an den Norden der Hansestadt Hamburg.
Ebenfalls im Norden Hamburgs liegt auch der innerstädtische Flughafen mit seinem gekreuzten Landebahn-System. Die Bahn II mit ihren Nord-Südrichtungen wurde 1983 einseitig von Hamburg zur Hauptstart -und Landebahn erklärt. Seitdem leidet der Stadtteil Garstedt in Norderstedt wie in einer Diaspora unter Fluglärm und damit verbunden dem Anstieg der Flugbewegungen. Zum Nachteil der Bürger im westlichen Teil Garstedts wird dieses Gebiet mit Rücksichtnahme auf die Hamburger Bürger und Wähler grundsätzlich an den Wochenenden und Feiertagen morgens ab 6.00 Uhr bis Mitternacht genutzt und zwar unabhängig von den Windrichtungen! (wer mag schon an den Weihnachtstagen ab 6.00 Uhr von vielen Donnerböcken geweckt  und andauernd gestört zu werden?) So am 26.Dezember 2006! Leider nehmen auch die nächtlichen Störungen zu. Allein von 2005 auf 2006 um 134 Prozent! Die Meßstelle 11 am Ohlenhoff in Garstedt zeigt die höchsten Leq( 4) Werte in 2007 von allen 12 Messstellen um den Hamburger-Stadt-Flughafen auf! Wir wurden durch diese Willkür der Hamburger Politik zur Lärmmülldeponie des Hamburg-Airports.

Man hat andere Entscheidungen, nämlich den Ersatz-Flughafen bei Kaltenkirchen nicht gewollt. Dann müssen die, die das nicht wollten und nicht die Anwohner und deren Umwelt dieses innerstädtischen Flughafens die Folgen tragen. 

Wir suchen und bitten um wohlwollende Unterstützung im Lande und im Bund. Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hält sich, was Unterstützung angeht, sehr zurück. Der Fluglärm reicht "leider" nicht bis Kiel! Und mindestens 40 Mitglieder der Stadtvertretung Norderstedts freuen sich anlässlich eines Besuches und großzügiger Bewirtung über den Nachbarn Flughafen! Als die hiesige CDU noch in der Opposition war, versprach man stets und in Wahlaussagen nachzulesen, dass man niemals(!) etwas unternehmen würde, um diesen innerstädtischen Flughafen aufzuwerten!!!
Wer mag und kann uns mit Informationen und Ratschlägen unterstützen um mehr Fluglärmschutz zu erwirken. Wir haben zwar den größten Anteil am Lärm, doch den geringsten Anteil und kaum Mittel für den Lärmschutz. Der liegt sehr im Argen und gerade bei der Lage im Weichbild einer Großstadt gelegen, unternimmt der Flughafen, was aktiven wie passiven Lärmschutz angeht, viel zu wenig.
Die Auswirkungen des Hamburger Flughafens sind allen Beteiligten hinreichend bekannt. Für Menschen, die nicht in der Nähe des Flughafens wohnen, scheint das Erlebnis eines startenden oder landenden Flugzeuges etwas Besonderes zu sein. Für Menschen, die aber dauernd in Bereichen dieser Flugzeuge leben müssen, ist dieses unerträglich und hat langfristige Folgen. Das betrifft einmal die Gesundheit dieser Anlieger und die Wertminderung ihrer Häuser und Grundstücke. Der Anteil der Flugbewegungen steigt von Jahr zu Jahr. Die Prognose für 2010 liegt derzeit bei 220.000 Maschinen im Jahr.

Dass die FHG sich für rund 400TDM ein ISO -Umweltzertifikat in Wien kaufte und eine Hauszeitung für die Anlieger mit einer Auflage von 250.000 Exemplaren herausgibt, mag sich jeder denken was er will.

Dafür gibt man gerne Geld aus, um sich selber zu loben, wie gut man es meint machen zu können.

 

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